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Motivation zur Händedesinfektion mit Lotta und den Klinikclowns
Anlässlich des internationalen Tags der Händehygiene am 5.5. setzen wir auf einen besonderen Ansatz: Humor als Schlüssel zur besseren Händehygiene.
Im Mittelpunkt der Initiative steht die kleine Lotta, die gemeinsam mit Klinikclowns der Stiftung Humor Hilft Heilen im Eltern-Kind-Zentrum des Universitätsklinikums Bonn zeigt, wie Händedesinfektion richtig durchgeführt wird. Der spielerische Zugang erleichtert es kleinen Patientinnen und Patienten, die Bedeutung der Händehygiene zu verstehen – und motiviert gleichzeitig auch Erwachsene.
Die Aktion wurde nicht nur fotografisch für ein Poster festgehalten, sondern auch filmisch umgesetzt. Ziel ist es, durch emotionale Ansprache und humorvolle Vermittlung nachhaltige Verhaltensänderungen zu fördern.
Denn eines ist klar: Konsequente Händehygiene schützt vor Infektionen – und mit einer fröhlichen Herangehensweise fällt sie oft leichter.
Die VAH-Initiative SafeSurfacePartnership unterstützt Einrichtungen dabei, die Wirksamkeit ihrer Wischdesinfektion im eigenen Anwendungskontext zu überprüfen und ihre Qualitätssicherungsmaßnahmen gezielt zu ergänzen. Die Testung erfolgt unter Koordination des VAH-Referenzlabor und basiert auf standardisierten mikrobiologischen Untersuchungsverfahren.
Hamburg, 20. März 2026.
Die Hygieia-Medaille der renommierten Rudolf Schülke Stiftung erhielt in diesem Jahr Dr. rer. nat. Jürgen Gebel für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklung und Etablierung standardisierter Testmethoden für chemische Desinfektionsverfahren. Mit der Hygieia-Medaille, die alle zwei Jahre verliehen wird, zeichnet die Stiftung Personen aus, die ihr Lebenswerk der Hygiene und Mikrobiologie gewidmet haben.
Dr. Gebel ist Leiter der Abteilung für Desinfektionsmittel-Testung am Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn sowie Geschäftsstellenleiter des Verbunds für Angewandte Hygiene e.V. (VAH). Er gilt europaweit als anerkannter Experte für die Wirksamkeitsprüfung von Desinfektionsmitteln und deren Anwendung in medizinischen Bereichen.
In seiner Laudatio würdigte Prof. em. Dr. med. Martin Exner, Vorsitzender der Rudolf Schülke Stiftung, insbesondere den unermüdlichen und strukturierten Einsatz von Dr. Gebel bei der Entwicklung, Etablierung und Validierung europäischer Normen zur Wirksamkeitstestung chemischer Desinfektionsverfahren. Sein zentrales Anliegen sei es stets gewesen, durch geprüfte und verlässlich wirksame Desinfektionsmittel zum Schutz von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden im Gesundheitswesen sowie der öffentlichen Gesundheit beizutragen.
Die Verleihung der Hygieia-Medaille fand im feierlichen Rahmen im Anschluss an ein zweitägiges Arbeitsgespräch der Rudolf Schülke Stiftung statt.
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Copyright Rudolf Schülke Stiftung
Veröffentlichung des Ringversuchs als Voraussetzung für die Entwicklung einer Standardmethode zur Bewertung von Händedesinfektionsmitteln bei einer Einreibezeit von 15 s
Roesch KM, Gebel J, Bolten A, Cavalleri M, Christiansen B, Droop F, et al.
Evaluation of 15-second alcohol-based hand rub efficacy: A multi-laboratory study using a modified EN 1500 protocol.
J Hosp Infect. 2026 Feb 19:S0195-6701(26)00049-6. doi: 10.1016/j.jhin.2026.01.027.
Der VAH schlägt in dieser aktuellen Veröffentlichung von Kramer et al auf der Grundlage des Begriffs der Replication Capacity (RC) ein neues Bewertungskonzept vor: die „Replication Capacity After Use“ (RCAU). Dieses Konzept soll ermöglichen, die Relevanz mikrobieller Überlebensphänomene mit Bezug zur praktischen Anwendung zu beurteilen.
Kramer A, Knobloch JK, Gebel J, Roesch KM, Ilschner C, Mutters NT, Exner M, Hornei B, Rausch M.
Replication capacity as a basis for assessing the sensitivity of micro-organisms to disinfectant agents.
J Hosp Infect. 2026 Jan 23;170:139-151. doi: 10.1016/j.jhin.2026.01.008
